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“Wer sich bisher verweigert hat, muss nun nachziehen.“

Fraunhofer IAO-Chef Prof. Wilhelm Bauer zeigt beim

5. TecTalk Digitale Transformation, wie die Pandemie die Arbeitswelt verändert

 

Selten hat sich das schon reichlich abgedroschene Sprichwort, eine Krise sei immer auch eine Chance, so sehr bewahrheitet, wie in der Corona-Pandemie. Schon mit dem Lockdown im März hat sich die Arbeitswelt in kurzer Zeit gravierend verändert. Und in eine längst überfällige Richtung. So wurde zum Beispiel die Digitalisierung massiv vorangetrieben und das Homeoffice endlich als vollwertiger Arbeitsplatz entdeckt. Das war bei allem Aufbruch der Digitalwirtschaft so nicht unbedingt zu erwarten. Denn regelmäßige Videokonferenzen, der Einsatz von Kollaborationstools und Teams dezentral und mobil arbeitend zu führen, das war in Deutschland bis dahin eher unterentwickelt.

Was sich in dieser Hinsicht durch Corona verändert und wie es damit weitergeht, das war das Thema beim 5. Duisburger TecTalk Digitale Transformation – dieses Mal als digital-virtuelle Veranstaltung und mit einem ausgewiesenen Experten als Gast. Prof. Dr.-Ing Wilhelm Bauer, geschäftsführender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (Fraunhofer IAO) in Stuttgart, erforscht bereits seit mehr als 30 Jahren das Zusammenspiel von Mensch, Organisation und Technik.

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CSR-Berichte – eine Chance für den Mittelstand?

Ein Gastbeitrag von Dr. Markus Beermann und Thilo Marenbach – Partner bei ECOVIS

Seit 2017 müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern über die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit berichten. Das heißt, in ihren Jahresberichten oder separaten Reports muss jetzt wesentlich detaillierter als zuvor auf Umwelt- und Arbeitnehmerangelegenheiten eingegangen werden. Für sehr viele mittelständische Unternehmen bedeutet das, dass sie ihrerseits wegen der höheren Erwartungen ihrer Stakeholder beinahe schon zur CSR-Berichterstattung gezwungen sind. Auf nationaler und auf EU-Ebene gibt es ebenfalls Initiativen im Bereich Sustainable Finance, die eine CSR-Berichterstattung für mittelständische Unternehmen zur Pflicht machen wollen.

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Rückruf? Kein Anschluss unter dieser Nummer

Die Lebensmittelwarnungen sind auf Rekordniveau. Das gilt leider nicht für die Kommunikation der Branche.

Was ist nur mit unseren Lebensmitteln los? Die Produktwarnungen im offiziellen Portal der Bundesregierung, www.lebensmittelwarnung.de, überschlagen sich. 160 waren es schon Anfang Oktober als mit dem Fall Wilke die Gefährdung und drei Todesmeldungen auf einen traurigen Höhepunkt zuzusteuern schien. Danach ging es nochmal richtig ab: Listerien, Coli-Bakterien, Fremdkörper. Bis zum Ende des Jahres wird die Anzahl der Warnmeldungen wohl noch auf 200 steigen.  Sogar die Tagesschau vermeldete in den vergangenen Tagen, dass Warnmeldungen und Rückrufe von Lebensmitteln auf ein Rekordniveau gestiegen sind. Was ist los? Sind unsere Lebensmittel etwa unsicherer geworden? Oder wird einfach nur mehr gewarnt?

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FirstSignals: Zukünftige Trends nutzen, bevor es andere tun

Sommer-Interview: Medienbeobachter Oliver Heyden von pressrelations stellt seine Research-Methode vor

Unternehmen müssen heute vor allem beweisen, dass sie innovationsstark, wandlungs- und zukunftsfähig sind. Dazu gehört auch, die Chancen und Risiken neuer Themen frühzeitig zu erkennen. Die pressrelations GmbH hat mit der Research-Methode FirstSignals ein Konzept zur strategischen Früherkennung von neuen Trends entwickelt. In Kombination aus Algorithmus-basierten Analyseverfahren und der Leistung erfahrener Redakteure und Analysten erkennt FirstSignals die ersten schwachen Signale eines gerade entstehenden Trends. Wie das in der Praxis funktioniert und welche Erfolge bereits mit FirstSignals erzielt wurden, erzählt Chief Strategy Officer Oliver Heyden im Interview mit crossrelations.

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Bunt gegen Grau. Wie apetito Leben in den Nachhaltigkeitsbericht bringt

Wer sich die Trends in der Nachhaltigkeitsberichterstattung anschaut, wird feststellen, dass zwei wesentliche Entwicklungen die Charakteristik bestimmen: Nachhaltigkeitsberichte werden einerseits digitaler und interaktiver und ermöglichen den Nutzern einen schnelleren und effektiveren Zugang zu aktuellen Informationen, vor allem aber auch deutlich mehr an Interaktionen mit dem berichtenden Unternehmen. Gleichzeitig sehen wir, vor allem bei großen Unternehmen, einen verstärkten Trend zu integrierten oder kombinierten Berichten und damit einer zunehmenden Konvergenz von Nachhaltigkeits- und Geschäftsbericht.

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„Einfach Auflegen ist so retro“ – einfach drollige Spots raushauen aber leider auch

Ein GIF aus dem Video zum Thema Arbeitsschutz. Eine Frau telefoniert und behauptet eine Information würde hier nicht stehen. Dabei schaut sie aber in der Luft herum. Das volle Video finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=ZwcYKDPumPM&t=2s

Wie die Kampagne der DGUV zum Arbeitsschutz den Einstieg in das Thema „Kommunikation“ versemmelt.

Eine Kritik von Andreas Severin

Wenn es um den betrieblichen Arbeitsschutz geht, ist ohne Zweifel ist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) einer der wichtigsten Player. Ihre Maßnahmen sowie deren Forschung auf dem Gebiet der Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren finden deutschlandweit in allen Betrieben und in der Politik hohe Beachtung. Das Forschungswissen des angegliederten, nicht minder renommierten Instituts für Arbeit und Gesundheit (IAG) trägt weit über die Landesgrenzen zu einem verbesserten Arbeitsschutz bei.

Mitte Oktober fiel auf der Fachmesse „A+A“ in Düsseldorf der offizielle Startschuss für die neue DGUV-Präventionskampagne „kommmitmensch – Sicher. Gesund. Miteinander“. An dieser Kampagne unter dem Dach des Spitzenverbands Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) beteiligen sich zahlreiche weitere Verbände und Institutionen.

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„Erst in Gemeinschaft blüht das Gehirn so richtig auf“

Ein gelbes "Vorsicht nass" Schild auf einem Holzboden symbolisiert Arbeitsschutz.

Safety Days, Sicherheits-Parcours, Plakatkampagnen oder sogar die Theaterbühne in der Kantine – Unternehmen bespielen ein breites Repertoire an Instrumenten, wenn es darum geht, Mitarbeiter zur Beachtung von Arbeitssicherheitsregeln zu gewinnen. Tatsächlich gelten an vielen Arbeitsplätzen organisatorische und technologische Mittel als weitgehend ausgereizt. Im Mittelpunkt steht heute weithin die Herausforderung, mit präventiven Angeboten auf das sicherheitsbezogene Verhalten von Mitarbeitern Einfluss zu nehmen. Das erweist sich allerdings als harte Nuss. Denn beim Arbeitsschutz geht es um die Beachtung von Regeln und das Lernen von Verhaltensweisen und damit um Ziele, die bei den meisten Menschen nicht unbedingt auf ein lustvolles Feedback stoßen.

Wo also muss man ansetzen, um Menschen zu motivieren, Neues zu lernen, Dinge anders zu sehen und sich schließlich anders zu verhalten? Klar ist immerhin, dass Kommunikation eine Schlüsselrolle dabei spielt. Wir wollten es genauer wissen und haben uns von  dem Neurowissenschaftler und Hirnforscher Henning Beck einmal erklären lassen, wie unser Gehirn mit Kommunikationsangeboten zum Thema Arbeitssicherheit eigentlich umgeht.

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Wir lieben Lebensmittel? Nein, wir fürchten sie!

Ein Plädoyer von Andreas Severin

Reporter des WDR bekommen brisantes Filmmaterial zugespielt. Darauf ist zu sehen, wie Fleisch, das auf dem Boden liegt, aufgenommen und wieder auf den Zerlegetisch geworfen wird. Die Journalisten werfen den Rechercheapparat an und stoßen auf einen großen Geflügelproduzenten, der zu den Kunden des Zerlegebetriebs gehört. Mitarbeiter bestätigen anonym die schmutzige Praxis, ein Lebensmittelsachverständiger bekräftigt deren Unzulässigkeit und schließlich findet sich noch ein Veterinäramt, das mitteilt, dass diese Vorwürfe schon seit Monaten aktenkundig sind. Die Story ist jetzt rund, hält sich noch ein paar Tage in den Top-Nachrichten und die Reporter eilen zum nächsten Scoop. Zurück bleibt – Schaden.

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